Veröffentlicht in Gedanken, janina.schreibt

Zwischen Selbstzweifel und Schreibblockade

Das letzte halbe Jahr war eine emotionale Achterbahn. Ich habe meinen Job nach 9 1/2 Jahren gekündigt um in der Marketingabteilung einer kleinen Firma Texte zu schreiben. Naja, den Job habe ich nach 2 Monaten wieder gekündigt und bin zurück in den alten Job aus dem ich vorher so lange raus wollte.

Im Zuge dieser ganzen Zweifel habe ich hier auch mal wieder alles auf Null gesetzt. Die Texte fühlten sich zu belanglos an und einfach nicht gut genug. Kehrseite der Medaille – ich hab zig Mal das Textfeld geöffnet und bekomme keinen Satz zustande, den ich auch veröffentlichen wollte.

  • Textentwurf aus dem April 2019

März 2020

Was hat sich geändert? Es gab einen erneuten Jobwechsel. Dieser war zwar dringend nötig, aber der Zeitpunkt war nicht freiwillig. Seit Februar ist alles neu. Neuer Job, neues Umfeld, neue Kollegen und statt einer halbstündigen Autofahrt, pendel ich nun eine Stunde mit der Bahn. Mein Leben ist an einem Bungee Seil einmal Richtung Abgrund gerast, wurde zurück geschleudert und befindet sich nun auf der anderen Seite der Klippe. Jedenfalls kann man so das Gefühl des letzten 3 Monate zusammen fassen. Komplett ganz neu ist der Job nicht. Büroarbeit ist unterm Strich immer irgendwo ähnlich. Viele der Dinge habe ich auch schon mal gemacht…ist nur sehr lange her. Etwas mehr als 10 Jahre um genau zu sein.

Was aber bleibt sind die Zweifel. Diese Stimme im Kopf, dass man nicht gut genug sei – besonders nach den letzten katastrophalen Erfahrungen. Dazu dieses Gefühl von Verlorenheit, das bisher jeden Neustart und Umbruch begleitet hat. Resultierend aus dem Verlust der Sicherheit der Komfortzone.

Dennoch bleibt die Hoffnung, dass ich irgendwann ankomme. Irgendwann keine Angst mehr habe. Irgendwann nicht mehr alles wie eine Sandburg zusammen bricht in dem Moment, wenn man den Turm baut.

To be continued…

Veröffentlicht in janina.schreibt

The start of something new?

Das Jahr 2019 ist mit einem großen Knall zu Ende gegangen. Dieser Knall hat meine kleine Welt mächtig durcheinander gewürfelt, durch die Mangel gedreht und mich dann einfach ausgespuckt. Ich stehe jetzt vor diesem Scherbenhaufen und hoffe, dass diese Scherben vielleicht doch Glück bringen. Sie bringen auf jeden Fall Veränderung. Eine Veränderung von Grund auf und bisher ist völlig offen in welche Richtung es überhaupt geht. Das macht mir Angst. Ziemlich große Angst sogar. Angst mit der ich nicht umgehen kann und die mir oft den Schlaf raubt. Vielleicht übersehe ich die Zeichen, dass alles gut werden wird. Oder es ist noch nicht an der Zeit für Zeichen. In der Vergangenheit gab es immer kleine Zeichen – manch einer würde es als Zufall abtun, aber ich sehe lieber das Zeichen, wenn beispielsweise ein Song im Radio läuft, der zur Situation passt und Hoffnung aufkeimen lässt. Aber es kann nur besser werden. Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.